Aktuelle Lage

 

Liebe Patienten, liebe Fahrgäste, liebe Freunde,

die derzeitige Lage aufgrund der Verbreitung des Corona-Virus stellt uns alle vor nie dagewesene Herausforderungen.

 

Nur alle zusammen.

Auch in diesen Zeiten halten wir als Teil der Gesundheitsversorgung an vorderster Front den Betrieb für Sie aufrecht. Doch alleine schaffen wir es nicht. Wir benötigen jede Hilfe, die wir kriegen können. Und wir benötigen auch jede Hilfe, die wir (bislang) nicht kriegen konnten, dazu!

Bitte tragen Sie mit Ihrem Verhalten dazu bei, dass sich die Verbreitung des Virus verlangsamt. Nur so werden immer genügend Krankenhausbetten für IHRE VERSORGUNG frei sein. Bitte befolgen Sie die Anweisungen der Gesundheits- und Ordnungsbehörden.

 

Keine Ausnahmen.

Viele dort draussen begreifen einfach nicht, dass sich das Virus nicht an Grenzen hält - weder an Ländergrenzen, noch an Altersgrenzen. Jeder Mensch kann einen schweren Verlauf der Krankheit durchmachen müssen. Niemand kann voraussagen, wer darunter fällt und wer nicht. Kleine Kinder, Jugendliche, Heranwachsende, Mitt-Dreissiger, Senioren. Jeder. Jene, die Vorerkrankungen haben sind stärker gefährdet, als andere.  Ein Blick nach Italien genügt. Dort liegen auf den Intensivstationen 20-Jährige, neben dem Arzt Ende 30 aus der Notaufnahme, neben dem alten Herren von Nebenan.

 

Corona und der Schnelltest.

Ein sogenannter Schnelltest auf das Corona-Virus zeigt an, wenn er professionell durch geschultes Personal durchgeführt wurde, ob Sie sich angesteckt haben. Aber Vorsicht - er ist nichts weiter als eine Momentaufnahme (vgl. Blutdruckmessung). Ein negatives Testergebnis bedeutet somit eben nur, dass in dem Moment, in dem der Test durchgeführt wurde, das Virus nicht nachweisbar war. Eine Minute später können Sie sich beim Kontakt mit einem infizierten Menschen anstecken. Und Sie wissen es nicht.

 

Was ist wenn...

Für den Fall, dass Sie sich infizieren - da müssen Sie dann durch. Jetzt kommt es drauf an. Und - Sie ahnen es - mal wieder auf Sie! Denn es gibt derzeit noch kein einziges Mittel, das das Virus aktiv bekämpfen kann. Ihr Immunsystem muss es alleine schaffen. Es wird ihm "niemand" zur Hilfe kommen. Es muss das Virus, das in Ihre Zellen eindringt, diese umprogrammiert, um sich von ihnen vermehren zu lassen, erkennen können. Dazu schaut Ihr Immunsystem in seiner Historie nach, ob es das Virus bereits kennt. Es stellt fest, dass es ein neuer Eindringling ist und beginnt nach seinen typischen Eigenschaften zu suchen. Hat es diese erkannt, merkt es sich diese, speichert sie in seiner Historie ab und beginnt sofort damit, sich an die Bekämpfung zu machen. Der Auftrag geht an spezielle Killerzellen. Sie bekommen den "Bauplan" des Virus in die Hand, suchen nach ihm und zerstören die befallene Viruszelle. Weitere Hilfszellen räumen die Zelltrümmer später weg.

Aber all das dauert seine Zeit. Ein paar Tage, in denen das Virus sich in Ihnen weiter vermehrt. Und noch haben Sie unter Umständen gar keine extremen Symptome, wie Husten oder Fieber. Sie iwissen also nicht, dass SIe krank und gefährlich für andere sind.

Und vielleicht versteht so mancher jetzt, warum es so wichtig ist, Menschen mit geschwächtem Immunsystem zu schützen.

 

Allheilmittel Antibiotikum.

Tja, das schlechte vorweg: Antibiotika helfen hier überhaupt nicht. Antibiotika helfen nur gegen bakterielle Krankheitserreger. Gegen Viren sind sie machtlos. Es ist so, als würden Sie einen Teller Suppe mit einem Zahnstocher zu essen versuchen. Im Detail betrachtet können Antibiotika bei Virusinfektionen mithelfen. Aber nicht gegen das Virus selbst. Während das Immunsystem intensiv mit ihm beschäftigt ist, hat der "skrupellose" Rest der Krankheitserreger leichtes Spiel. Beispielsweise die Lungenentzündung, eine durch Bakterien hervorgerufene, sehr ernste Erkrankung, nistet sich ein. Und schnell kommt die junge, sportliche, durchtrainierte, nicht-rauchende, gesundlebende, idealgewichtige und unbesiegbare Topausgabe des Menschen an die Belastungsgrenze.

Aber gegen diese Art von Erregern gibt es Antibiotika. Sie können die Erreger abtöten. Doch auch dazu muss Ihr Körper widerstandsfähig sein. Sonst droht er den Kampf zu verlieren.

 

Lebensretter Intensivstation.

Hat Ihr Immunsystem bei der Bekämpfung des Virus erst einmal Probleme, so geht es z.B. nach trockenen, schmerzhaften Husten erst richtig los. Atemnot macht sich breit. Sie kämpfen buchstäblich um jeden einzigen Atemzug. In solchen Fällen werden Sie um professionelle, medizinische Hilfe nicht herumkommen. Auf Intensivstationen werden Patienten rund um die Uhr lückenlos überwacht. Das ist aufwendig, kostet viel Zeit, Personal und erfordert ganz spezielle Technik.  Hier kann man auch Patienten mit Sauerstoff versorgen, die nicht oder nicht mehr selbstständig, alleine atmen können. Sie werden dann beatmet. Ob invasiv (intubiert) oder nicht-invasiv (Maske) entscheidet der Schweregrad.

Nicht für jeden Menschen in Deutschland steht ein eigenes Intensivbett zur Verfügung. Und wer einen Platz braucht und nirgendwo einen bekommt, der stirbt. Italien macht zur Zeit eben diese schlimmen Erfahrungen.

Darum sollen wir bitte alle dafür sorgen, dass sich nicht zu viele Menschen zu schnell infizieren. Sonst überlasten wir das Gesundheitssystem, die Intensivstationen mit schlimmsten Konsequenzen.

 

Masken, Desinfektionsmittel.

Die Verbreitung des Virus zu verhindern ist keine Raketenwissenschaft. Das Zauberwort heisst Hygiene. Das Corona-Virus wird vorrangig durch Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Husten, Sprechen, Niesen entstehen winzig kleine Speicheltröpfchen. Daran kann man nichts ändern. Ändern kann man aber von diesen Tröpfchen "getroffen" zu werden oder sie einzuatmen. Und es ist so kinderleicht. Gehen Sie ein paar Schritte auseinander und schon sind Sie in Sicherheit. Die Tröpfchen sind verglichen z.B. mit Staubpartikeln, wie sie bei Sonnenlicht im Raum sichtbar werden, sehr schwer und sinken nach einer gewissen Distanz zu Boden. Je grösser sie sind, desto schneller fallen sie. Das Virus verbreitet sich also nicht direkt über die Luft, es benötigt die Tröpfchen als Transportmittel. Bringen Sie Distanz zwischen sich und andere Personen um sich ganz einfach zu schützen. Dazu brauchen Sie keine Hilfsmittel wie Masken und erst recht keine Desinfektionsmittel.

Für die Verwendung von Mundschutz und Atemschutzmaske benötigt man Erfahrung und regelmässige Übung. Fehlt es daran, so bringen Sie sich in extreme Gefahr! Atemschutzmasken sind zur einmaligen Verwendung bestimmt. Nach dem Aufsetzen müssen sie fachgerecht abgesetzt werden und sofort fachgerecht entsorgt werden. Und, wenn Sie schon jetzt das Gefühl haben, dass man Ihnen hier "einen vom Pferd erzählen will", dann gehören Sie ziemlich genau zu jener Zielgruppe, in deren Händen solche Masken eben nichts zu suchen haben.

Für einen begrenzten Zeitraum schützen Feinstpartikelmasken den Träger vor dem Eindringen von kleinsten Partikeln, z.B. krebserregendem Staub oder eben auch einer Tröpfcheninfektion. Sie atmen ein und die schädlichen Stoffen werden durch die Maske zurückgehalten. Sie bleiben auf der Aussenseite hängen. Wenn Sie die Maske, die Sie vielleicht teuer bei eBay für EUR 30,00 gekauft haben absetzen, kommen Sie ganz konzentriert (!!!) mit dem, was seit Stunden aussen an der Maske alles klebt, in Berührung. Aber, war es nicht genau das, was Sie vermeiden wollten...? Also lassen Sie die Masken da wo sie hingehören - in professionelle Hände. Dort fehlen sie im Moment auch. Unter anderem, weil es dort draussen Leute gibt, die sich damit eindecken und so verhindern, dass Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst oder Krankentransport überhaupt noch welche erhalten können.

Das Händewaschen mit Seife tötet das Corona-Virus zuverlässig. Waschen Sie sich regelmässig und gründlich die Hände. Dann sparen Sie viel Geld und helfen allen, denn Desinfektionsmittel gehen Arztpraxen, Krankenhäuser, Rettungsdienst oder Krankentransport genauso aus, wie Masken.

Durch Ihren Kauf behindern Sie aktiv den Kampf gegen das Corona-Virus!

 

Toilettenpapier und die Asozialen.

Das Bevorraten von Nudeln kann man ja vielleicht gerade noch nachvollziehen. Aber Toilettenpapier? Das hilft noch nicht einmal unter Verschwörungstheoretikern gegen das Corona-Virus. Nein, ganz ganz ganz sicher nicht!

So langsam, sollte man meinen, hat ein jeder Haushalt in Deutschland genügend davon gehortet. Aber neiiiin. Jeden Tag das gleiche Bild: leergekaufte Regale, wo gerade noch das Papier lagerte. Auch hier scheint sich mal wieder jeder selbst der Nächste zu sein. "Was kümmert mich die (vorer)kranke Omma von nebenan. Soll sie doch morgen oder übermorgen wiederkommen. Mir doch egal. Hauptsache ich hab' wieder 8 Pakete mitgenommen." Wissen Sie, wie man so etwas nennt? Einem einzelnen gegenüber: egoistisch. Und wenn eine ganze Gruppe das praktiziert: asozial. Ja, genau: A S O Z I A L.

Man zwingt genau die Leute, die jetzt besonderen Schutz und Abstand nötig und verdient haben dazu, immer wieder in die Läden zu rennen. Hierbei setzen sie sich jedes Mal aufs Neue der Gefahr aus, sich anzustecken. Immer und immer wieder.

Und, wenn am Tag X, ein solcher asozialer Egoist mal selbst Hilfe braucht, dann kann er sicher sein - die Intensivbetten sind bereits voll, denn dort liegt bereits seine gesamte, vorerkrankte Nachbarschaft...

...wenn er sich dann - trotz des ganzen Toilettenpapiers - mal nicht in die Hose scheisst...!

 

Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen

 

  •  Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, die sozialen Kontakte so weit wie möglich zu reduzieren
  •  Mindestabstand im öffentlichen Raum von mindestens 1,50
  •  Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer weiteren Person oder im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands gestattet
  •  Der Weg zur Arbeit, zur Notbetreuung, Teilnahme an erforderlichen Terminen, individueller Sport und Bewegung an der frischen Luft bleiben weiter möglich
  •  Gruppen feiernder Menschen - auch im Privaten - sind inakzeptabel
  •  Gastronomiebetriebe werden geschlossen, nur die Mitnahme von Speisen und Getränken ist gestattet
  •  Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege werden geschlossen - Ausnahmen gelten nur für medizinisch notwendige Dienste
  •  In allen Betrieben ist es wichtig, die Hygienevorschriften einzuhalten und wirksame Schutzmaßnahmen umzusetzen.

 

Bitte helfen Sie mit. Bitte ziehen Sie mit. Bitte bleiben Sie gesund. Danke.
Ihr Team von Reitemeier Hebben.

 

Hier erhalten Sie weitere Informationen:

Hygienetipps, Händewaschen, Hustenetikette

Robert-Koch-Institut

Landesregierung NRW

Ennepe-Ruhr-Kreis